Klassische Hypnose

Klassische Hypnose ist eine frühe Form der Hypnosetherapie, die bis etwa in die 1980er Jahre die gebräuchlichste Methode war. Bei dieser Technik versetzt der Hypnotiseur den Klienten in einen tranceähnlichen Zustand, um direkt auf das Unterbewusstsein einzuwirken. Charakteristisch ist die Verwendung von direkten, autoritären Suggestionen, bei denen der Therapeut klare Anweisungen gibt, um ein bestimmtes Verhalten zu ändern oder ein Symptom zu lindern (z.B. „Du hast keine Angst mehr“). Der Therapeut steuert den Prozess vollständig, während der Klient eine eher passive Rolle einnimmt und die Suggestionen empfängt.

Im Gegensatz zu modernen, indirekten Verfahren wie der Hypnotherapie nach Milton H. Erickson, die mit Metaphern und den individuellen Ressourcen des Klienten arbeitet, nutzt die klassische Hypnose oft standardisierte Formulierungen. Ihr Hauptziel ist die Symptom- und Verhaltensorientierung. Obwohl heute oft mit moderneren Techniken kombiniert, wird die klassische Hypnose weiterhin in bestimmten medizinischen und therapeutischen Bereichen angewendet. Sie ist nicht mit Schlaf zu verwechseln, sondern ein Zustand fokussierter Aufmerksamkeit und erhöhter Empfänglichkeit für Suggestionen.